Flugkorridore

Lichtsensible Fledermausarten fliegen nach der Dämmerung entlang von Flugkorridoren wie unbeleuchtete Hecken oder Baumreihen. Diese nachtdunklen Strukturen führen vom Tagesquartier im Siedlungsgebiet in den Jagdlebensraum. 

Mit der Lichtverschmutzung und Ausräumung der Landschaft sind diese Flugkorridore unter Druck und drohen zu verschwinden. So ist z.B. der aktuelle Rückgang der Langohren im Kanton Zürich stark mit zunehmender Lichtverschmutzung korreliert. 

Die Erfassung von Flugkorridoren im Feld ist äusserst aufwändig. Zusammen mit unseren Partnern haben wir deshalb ein GIS-basiertes Projekt lanciert, welches ermöglichen soll, potentielle Flugkorridore mit vergleichsweise kleinem Aufwand am Computer zu ermitteln. 

Verifizierte Flugkorridore sollen raumplanerisch erfasst und für Fledermäuse und andere Tier- und Pflanzenarten zur Etablierung einer ökologischen Infrastruktur durch den Siedlungsraum aufgewertet werden.