Die Wiege der Fledermäuse stand vermutlich in Europa

Woher stammen Fledermäuse? Eine neue, grosse Genomstudie bringt Bewegung in diese Frage. Die Forschenden kommen zum Schluss: Die ersten Fledermäuse lebten vermutlich vor rund 65 Millionen Jahren in Europa. Von dort aus dürften sie sich nach und nach über die ganze Welt ausgebreitet haben.

Für die Studie wurden die Erbinformationen von 103 Fledermausarten untersucht und mit Fossilfunden kombiniert. 42 davon wurden für diese Studie neu entschlüsselt, unter anderem am Max-Planck-Institut in Dresden.

Aufgrund von Fossilien wurde bereits bisher angenommen, dass Fledermäuse schon sehr früh in ihrer Entwicklungsgeschichte fliegen und sich per Echo orientieren konnten. Die neue Studie bestätigt diese Annahmen über die erstaunliche Erfolgsgeschichte der Fledertiere, die heute mit über 1'500 verschiedenen Arten auf allen Kontinenten ausser der Antarktis vorkommt.

Auch für uns in der Schweiz ist die Forschung interessant: Sie zeigt, wie viel es über Fledermäuse noch zu entdecken gibt – selbst über eine Tiergruppe, die seit Millionen von Jahren Teil unserer Natur ist. Zusammen mit ihren Partner*innen setzt sich die Stiftung Fledermausschutz dafür ein, dass neue Entdeckungen auch in der Schweiz in der Zukunft noch möglich sind.