Das erste Fledermaus-Jungtier in Not 2026

Aufregende Nachrichten aus unserer Fledermaus-Notpflegestation: Am 26.05.2026 wurde das erste Fledermaus-Jungtier zu uns in die Notpflege gebracht. Bei dem aufgefundenen Jungtier handelt sich um eine Wasserfledermaus (Myotis daubentonii), welches von einem aufmerksamen Finder im Wasser treibend in der Limmat aufgefunden wurde. Dank seines schnellen Eingreifens konnte das Jungtier über unser Fledermausschutz-Nottelefon rasch an die Fledermaus-Notpflegestation am Zoo Zürich vermittelt werden. 

Weibliche Fledermäuse bilden im Sommerhalbjahr Kolonien, sogenannte Wochenstuben, in denen sie ihr meist einziges Jungtier pro Jahr grossziehen. Manchmal befinden sich die Wochenstuben von Wasserfledermäusen direkt am Wasser. Da unser Findling noch nicht fliegen kann, ist er vermutlich aus einer solchen Wochenstube bei einer Erkundungstour beim Klettern ins Wasser gestürzt.  

Wenn immer möglich wird das Jungtier zurück in die Wochenstube gesetzt. Jungtiere in Not, welche nicht wieder ausgesetzt werden können, gelangen an unsere Notstation. Hier benötigen eine zeitintensive und liebevolle Pflege über mehrere Wochen – von einer erst stündlichen Fütterung bis hin zum Flugtraining in einer speziellen Volière. Meist kümmert sich eine einzige Person um die Fütterung und Pflege eines Tieres – unsere ehrenamtlichen Fledermaus-Jungtierpflegenden scheuen weder Zeit noch Mühe, um ihre Schützlinge aufzuziehen. Jährlich können so rund 100 verwaiste Jungtiere erfolgreich gepflegt und zurück in die Natur entlassen werden – ein grossartiger und wichtiger Beitrag zum Fledermausschutz! 
 
Bei Jungtieren ist ein korrektes und schnelles Handeln enorm wichtig. Sollten Sie ein Fledermaus-Jungtier in Not auffinden, melden Sie sich jederzeit bei unserem Fledermausschutz-Nottelefon 079 330 60 60. Dort erhalten Sie schnell und kompetent eine Beratung durch unsere erfahrenen Betreiber*innen des Fledermausschutz-Nottelefons.  

Unser Wasserfledermausjunges wird bei uns an der Notpflegestation liebevoll gepflegt und so schnell wie möglich wieder in die Natur zurück entlassen. Wir berichten an dieser Stelle über ihre Entwicklungsfortschritte.