Photovoltaik und Sonnenkollektoren

Installationen an und auf Häusern mit Fledermausquartieren

 

 

 

 

Photovoltaikanlage oder Sonnenkollektoranlage geplant:

  • Sie besitzen ein Haus mit einem Fledermausversteck im Zwischendach oder an der Hausfassade und möchten dort eine Photovoltaikanlage oder eine Sonnenkollektoranlage installieren – oder – Sie haben den Auftrag erhalten, solche Installationen durchzuführen. Verständigen Sie vor der Installation die Stiftung Fledermausschutz oder unseren Partner in Ihrem Wohnkanton.

 

Bedroht und geschützt:

  • Fledermäuse können über 30 Jahre alt werden. Sie haben meist nur ein Jungtier pro Jahr und fressen riesige Mengen an Insekten. Fledermäuse sind bedroht und deshalb bundesrechtlich geschützt.

 

Verstecke erhalten:

  • Fledermäuse suchen sich ihre Verstecke sorgfältig aus. Sie schätzen, was auch wir mögen: Es ist warm, trocken und zieht nicht durch die Ritzen. Solche Unterschlüpfe sind rar. Fledermaus verstecke sollen daher erhalten bleiben.
  • Werden Fledermäuse gestört, ziehen sie meist um und verteilen sich unter Umständen über die ganze Hausfassade in alle möglichen Ritzen und Spalten. Im schlimmsten Fall verlassen Fledermausmütter im Sommer das Versteck endgültig und ihre noch flugunfähigen Jungen verhungern.
  • Werden winterschlafende Fledermäuse gestört, wachen sie auf. Der damit verbundene Energieverlust kann in der insektenarmen Jahreszeit zum Tod führen.

 

Geringe Massnahmen
Die zu treffenden Massnahmen sind oft mit geringem Aufwand verbunden. Wichtig sind folgende Punkte:

  • Durchführung der Arbeiten bei Abwesen heit der Tiere
  • Keine Veränderung der Hangplätze und der Ein- und Ausflugöffnungen
  • Keine Veränderung des Mikroklimas
  • Verzicht auf giftige Holzschutzmittel
  • Keine oder eine angepasste Aussenbeleuchtung

 

Kot-Chegeli gefunden:

  • Kot-Chegeli findet man manchmal,wenn Dächer für die Installation frei gelegt oder Wandverschalungen entfernt werden.
  • Bei kleinen Arten sind die Chegeli reiskorngross, bei grösseren Arten bis zu einem Zentimeter lang. Meistens sind sie dunkel und mit einem Weissanteil wie bei Vögeln.
  • Die Kot-Chegeli von Fledermäusen lassen sich im Unterschied zu Mäuse-Chegeli leicht zwischen den Fingern zerkrümeln.
  • Finden Sie bei ihren Vorabklärungen Fledermaus-Chegeli, haben Sie vermutlich ein Fledermausversteck am Haus.

Verständigen Sie vor der Installation einer Photovoltaikanlage oder Sonnenkollektoranlage die Stiftung Fledermausschutz oder die Fledermaus-Fachperson in Ihrer Region.

 

Fledermäuse am Haus

  • Fledermäuse verstecken sich meist in bestehenden Ritzen und Spalten am Haus.
  • Einige Arten bewohnen auch Dachstöcke.
  • Ängste vor Schäden am Haus sind meist unbegründet. Fledermäuse haben keine Nagezähne, graben keine Löcher und bauen keine Nester. Probleme mit herunter gefallenen Kot-Chegeli lassen sich meist einfach lösen.

 

Fledermäuse fördern:

  • Der Erhalt von Fledermausverstecken ist eine der nachhaltigsten Fördermassnahmen.
  • Wollen Sie darüber hinaus neue Fledermausverstecke schaffen, schlagen wir Ihnen individuelle Lösungen vor und vermitteln bei Bedarf an kompetente Fachpersonen in der Region.

 

Wir sind Ihre Partner:

  • Bei Installationen von Photovoltaikanlagen oder Sonnenkollektoranlagen an und auf Gebäuden mit Fledermausverstecken helfen wir Ihnen kompetent weiter.
  • In der ganzen Schweiz kümmern sich ausgewiesene Fachleute im Auftrag der Kantone und des Bundes um den Schutz der Fledermäuse. Sie werden Ihnen die biologisch und juristisch richtige Lösung für die fledermausfreundliche Haussanierung vorschlagen.
  • Die Stiftung Fledermausschutz vermittelt Ihnen die Anschrift der kompetenten Fachperson in Ihrer Region: 044 254 26 80, fledermaus@zoo.ch.