Bauarbeiten und Fledermäuse

Richtiges Handeln am Arbeitsplatz

 

 

 

 

Als Handwerker können Sie mit folgenden Situationen konfrontiert werden:

  • Fledermäuse werden gefunden.
  • Kot-Chegeli von Fledermäusen werden gefunden.
  • Sie erhalten den Auftrag zur Zerstörung oder zum Verschluss von Fledermausverstecken.
  • Sie erhalten den Auftrag zum Einsatz von Holzschutzmitteln zur Schädlingsbekämpfung.

Kontaktieren Sie uns: Wir helfen Ihnen, Ihren Auftrag fledermausverträglich durchzuführen: 044 254 26 80, fledermaus@zoo.ch.

Bei Bauarbeiten werden unerwartet Fledermäuse frei gelegt:

  • Die Arbeiten sollen sofort eingestellt werden. Fledermäuse sollen im Versteck bleiben können. Verständigen Sie das Fledermausschutz-Nottelefon 079 330 60 60. Es ist 365 Tage im Jahr rund um die Uhr in Betrieb.
  • Ein abgedecktes Versteck soll sofort wieder zugedeckt werden. Verständigen Sie das Fledermausschutz-Nottelefon 079 330 60 60. Es ist 365 Tage im Jahr rund um die Uhr in Betrieb.
  • Das Versteck ist definitiv zerstört und Fledermäuse liegen frei. Legen Sie die Fledermäuse mit einem Handschutz vorsichtig in eine Notschachtel und verständigen Sie anschliessend das Fledermausschutz-Nottelefon 079 330 60 60. Es ist 365 Tage im Jahr rund um die Uhr in Betrieb.

 

Bei Bauarbeiten werden Kot-Chegeli entdeckt:

  • Kot-Chegeli findet man meist herunter gefallen unter dem Fledermaus-Versteck. Manchmal aber auch,wenn Dächer frei gelegt oder Wandverschalungen entfernt werden.
  • Bei kleinen Arten sind die Chegeli reiskorngross, bei grösseren Arten bis zu einem Zentimeter lang. Meistens sind sie dunkel und mit einem Weissanteil wie bei Vögeln.
  • Die Kot-Chegeli von Fledermäusen lassen sich im Unterschied zu Mäuse-Chegeli leicht zwischen den Fingern zerkrümeln.
  • Verständigen Sie das Fledermausschutz-Nottelefon 079 330 60 60. Es vermittelt bei Bedarf an die Fledermaus-Fachperson in der Region.

 

Verschluss von Verstecken:

  • Es ist bundesrechtlich verboten, Fledermausverstecke zu beschädigen oder zu zerstören.
  • Ein Verschluss des Versteckes kann dazu führen, dass Fledermäuse eingeschlossen werden und zugrund gehen. Es kann dadurch zu starken Geruchsbelästigungen im Gebäudeinnern kommen.
  • Kontaktieren Sie uns, wenn Sie den Auftrag erhalten, ein Fledermausversteck zu verschliessen. Wir helfen Ihnen, zusammen mit Ihrem Auftraggeber eine verträgliche Lösung zu finden.

 

Holzschutzmittel:

  • Zur Schädlingsbekämpfung werden auch heute noch manchmal giftige Holzschutzmittel eingesetzt, die Fledermäuse im Versteck töten können.
  • Die Stiftung Fledermausschutz führt eine Liste von fledermausverträglichen Holzschutzmitteln, die Sie hier herunterladen können.
  • Kontaktieren Sie uns bei Fragen: 044 254 26 80, fledermaus@zoo.ch.

 

Bedroht und geschützt:

  • Fledermäuse können über 30 Jahre alt werden. Sie haben meist nur ein Jungtier pro Jahr und fressen riesige Mengen an Insekten. Fledermäuse sind bedroht und deshalb bundesrechtlich geschützt.

 

Fledermäuse am Haus

  • Fledermäuse verstecken sich meist in bestehenden Ritzen und Spalten am Haus.
  • Einige Arten bewohnen auch Dachstöcke.
  • Ängste vor Schäden am Haus sind meist unbegründet. Fledermäuse haben keine Nagezähne, graben keine Löcher und bauen keine Nester. Probleme mit herunter gefallenen Kot-Chegeli lassen sich meist einfach lösen.