Fledermäuse anstatt Pestizide - ein Beitrag von SRF


Die Biomasse an Insekten ist stark rückläufig, was verheerende Konsequenzen für unsere Ökosyssteme und den Menschen haben könnte. Die Landwirtschaft gilt als Hauptverursacherin. Einer der Gründe ist der Einsatz von Pestiziden, insbesondere denlange wirkenden Neonicotinoiden. In einem spannenden Beitrag von SRF vom 11.03.2019 werden Fledermäuse am Beispiel Australien als Alternative für den Pestzideinsatz vorgestellt - auch in Europa und der Schweiz bestehen solche Projekte.

 

 

 

 

 

 

 

 

Klicken Sie auf das Bild, um zum Originalbeitrag von SRF zu gelangen.

Der Film berichtet über das Anbringen von Fledermaukästen in australischen Weinbegen in der Hoffnung, dass sich Fledermäuse ansiedeln und als natürliche Schädlingsbekämpfer Schadinsekten fressen.

Projekte auch in der Schweiz
Die Stiftung Fledermausschutz hat z.B. im Landwirtschaftsraum an Strommmasten mit Unterstützung des Kantons Solothurn und des Zoo Zürich an 18 Standorten 1 bis 4 Fledermauskästen aufgehängt. Um die Fledermausaktivität vorher und nachher vergleichen zu können, wurde mit bioakustischen Methoden eine Nullerhebung durchgeführt, bei welcher insgesamt 15 Fledermausarten an den Standorten nachgewiesen werden konnten. In den folgenden Jahren werden die Fledermauskästen auf eine Besiedlung hin regelmässig kontrolliert und beobachtet, ob sich die Fledermausaktivität erhöht und welche Fledermausarten nachgewiesen werden können. Dadurch kann beurteilt werden, ob die Massnahme Erfolg haben. Wir werden berichten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ökosystemleistungen
Hochrechnungen sind immer mit grossen Unsicherheiten verbunden, da auf der Basis von Annahmen gerechnet werden muss. Es ist deshalb sehr schwierig, exakte Geldwerte für die Leistungen unserer Fledermäuse anzugeben. Fledermausfachleute gehen heute aber davon aus, dass Fledermäuse durch das Fressen von Insekten Pestizideinsätze und all ihre Folgekosten (Umweltschäden, Gesundheitskosten für Menschen und Tiere) im Umfang von mehreren Hundert Millionen bis über eine Milliarde Franken verringern - nur für die Schweiz allein und das jedes Jahr! Fledermausschutz und Förderung lohnt sich deshalb auch aus rein ökonomischer Sicht.