Hilfe - Ich habe im Herbst eine lebende Fledermaus gefunden!


Was ist passiert?
Im Herbst unternehmen viele Fledermausarten weite Wanderflüge zwischen ihren Sommer- und Winterquartieren. Auf der Suche nach günstigen Winterquartieren verirren sie sich oft in Innenräumen von Gebäuden, aus denen sie nicht mehr herausfinden und schliesslich verdursten und verhungern. In Gebäude verirrte Fledermäuse verstecken sich, solange sie noch bei Kräften sind, tagsüber und fliegen abends in den Räumen herum. Oft hängen sie sich dabei an eine Wand um auszuruhen.

Was kann ich tun?
Bei guter Witterung kann man flugtüchtige Tiere in der Abenddämmerung in die Freiheit entlassen. Apathische Tiere brauchen sofort weitere Hilfe.
Stellen Sie eine möglichst kleine Schachtel bereit, in deren Deckel Sie mit einer Schere drei kleine Luftlöchlein gestochen haben. Ergreifen Sie die Fledermaus mit einem Handschutz. Achtung: Fledermäuse können zubeissen. Sie sind Wildtiere und können deshalb auch Krankheiten übertragen. Fledermäuse sollte man darum nie mit blossen Händen anfassen – am besten Handschuhe tragen! So gehen Sie kein Risiko ein. Legen Sie die Fledermaus zusammen mit einem Stofflappen in die Schachtel. Das Tier fühlt sich wohl, wenn es sich in eine Falte des Lappen verkriechen kann.
Rufen Sie nun das Fledermausschutz-Nottelefon an.

 

Wer soll Fledermäuse notfallmässig pflegen?
Die Pflege von Fledermäusen ist eine befristete Notmassnahme, denn Fledermäuse sind keine Haustiere. Fledermäuse sind bundesrechtlich geschützt (Art. 20 Abs. 2 VV vom 16. Januar 1991 zum NHG). Für die Haltung von Fledermäusen können die zuständigen kantonalen Behörden eine Ausnahmebewilligung erteilen (Art. 22 Abs. 1 NHG vom 1. Juli 1966). Zudem ist eine Bewillgung des kantonalen Veterinäramtes notwendig (Art. 89 Tierschutzverordnung vom 23. April 2008; TSchV). Wegen der artspezifischen Bedürfnisse der einheimischen Fledermausarten darf die Pflege nur von ausgebildeten Fachpersonen durchgeführt werden.

Aber: Erste Hilfe für in Not geratene Fledermäuse wird meist von Laien geleistet.
Darum: Richtiges und schnelles Handeln ist wichtig.
Achtung: Fledermäuse können zubeissen. Sie sind Wildtiere und können deshalb auch Krankheiten übertragen. Fledermäuse sollte man darum nie mit blossen Händen anfassen – am besten Handschuhe tragen! So gehen Sie kein Risiko ein.
Ausgebildete Fachpersonen pflegen die Fledermäuse artgerecht. Geschwächte Tiere werden aufgefüttert und allenfalls künstlich überwintert. Verwaiste Säuglinge werden mit Spezialmilch aufgezogen. Alle Pfleglinge werden schnellstmöglich wieder in die Freiheit entlassen.
Grundsätzlich: Fledermausschutz-Nottelefon 079 330 60 60
Dieser Einsatz für unsere Fledermäuse kann dank der Mitarbeit vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer, sowie der finanziellen Unterstützung durch unsere Gönnerinnen und Gönner und durch den Zürcher Tierschutz sichergestellt werden. Auch Ihre Spende kann Leben retten.

 

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